Onlineshop: Kauf auf Rechnung
Noch immer von vielen Onlineshop-Betreibern nicht genutzt aufgrund von Unwissenheit um das Potenzial und die Beliebtheit der Zahlungsmethode:
Der
Kauf auf Rechnung
Zu Unrecht, wie ich meine!
Warum? – Ganz einfach! Weil es mittlerweile mehrere Paymentanbieter gibt, die den Kauf auf Rechnung jedem Onlineshop einfacher machen. Sie haben keine Zahlungsausfalls-Risiken mehr, keinen erhöhten Verwaltungsaufwand. Dies alles erledigen Paymentanbieter wie z.B. Paymorrow für Sie.
Potenzial des Rechnungskaufes
Der Kauf auf Rechnung erfreut sich in Deutschland immer noch großer Beliebtheit – nicht ohne Grund bieten die großen Versandhändler wie Otto und Neckermann den Rechnungskauf gerne an. Es werden tatsächlich enorme Umsätze gemacht nur aufgrund der Tatsache, dass diese Zahlart angeboten wird.
Mein Tipp lautet also: Wenn Sie bereits Paymentanbieter wie z.B. Heidelpay, Moneybookers, PayONE o.ä. in Ihren Onlineshop eingebunden haben, warum dann nicht auf einen Anbieter für den Kauf auf Rechnung?
Was meint Ihr? Habt Ihr Erfahrungen mit dem Kauf auf Rechnung? Wird diese Zahlungsart gut angenommen?
Der Rechnungskauf im klassischen Sinne, mit eigener Risikobewertung der Kunden mit Adress- und Bonitätsprüfung birgt weiterhin die Ausfallrisiken, die zur großen finanziellen Belastung, insbesondere für kleine und mittlere Anbieter, werden können. Ob eine valide Bestellung oder ein Inkasso- oder Betrugsfall vorliegt, bemerkt der Händler erst nach Ablauf der Zahlungsfrist und dem damit verbundenen Mahnverfahren. Der Händler hat neben dem Warenverlust zusätzlichen Aufwand, der auf andere Kunden umgelegt werden muss. Da nur eine genaue Analyse des Kaufs auf Rechnung eine relativ sichere Verwendung erlaubt, steigt der Aufwand weiter.
Um diesen Aufwand nicht im eigenen Haus zu betreiben und trotzdem Rechnungskauf anbieten zu können, bietet sich eine Auslagerung an einen Factoring Anbieter, wie Billpay, Billsafe, Klarna oder paymorrow an. Für diesen Service wird in der Regel eine Provision in Höhe von vier bis fünf Prozent von der Rechnungssumme zzgl. einer Setup Gebühr und einer Transaktionsgebühr (1,- bis 5,- Euro) verlangt. Dafür hat der Händler die Garantie die Zahlung auch bei einem Ausfall zu bekommen. Der Zeitpunkt der Auszahlung sollte bei Auswahl des Anbieter unbedingt berücksichtig werden. Dabei zahlen fast alle wöchentlich aus, aber einige mit einer Verzögerung von bis zu 6 Wochen, die Zwischenfinanziert werden müssen. Insbesondere nach der Weihnachtszeit und erhöhten Bestellvolumen können die offenen Posten zur Belastung werden.
Der Händler ist aber nicht frei von Pflichten. Jeder Factoring Anbieter belegt den Händler mit Pflichten, die eingehalten werden müssen damit die Ausfallversicherung greift. Dies kann z. B. eine Höchstgrenze für den Rechnungskauf oder die unverzügliche Meldung von Retouren sein. Die häufige vom Kunden genutzte Option, die Lieferung an eine abweichende Lieferadresse zu senden, ist meistens von den Factoring Anbietern nicht erwünscht, da die Risikoeinschätzung nur auf Basis der Rechnungsadresse erfolgt. Ein weiterer Punkt ist die Verwendung einer Packet Nachverfolgung. Die Nachverfolgung wird von fast allen Carriern angeboten, müsste aber mit dem Shop System gekoppelt werden. Wichtig ist dabei zu prüfen, ob der Carrier dem Kunden nachträglich die Möglichkeit bietet das Paket an eine andere Adresse umzuleiten. In diesem Fall darf der Trackinglink nur intern verwendet werden, um den vertraglichen Verpflichtungen gerecht zu werden.
Es empfiehlt sich den Shop nach Einbindung vom Factoring Anbieter prüfen zu lassen, damit es bei Zahlungsausfällen nicht zu Unstimmigkeiten kommt. Die Zahlungsmodule werden in der Regel von den Anbietern zur Verfügung gestellt. Die Abstimmung der Kommunikation zwischen Händler und Factoring Anbieter bei Retouren ist aus Kundensicht eminent wichtig, da der Kunde ohne korrekt abgestimmte Prozesse zu lange auf die Rückzahlung warten muss. Es gibt immer wieder Stimmen, die von langen Rückzahlungszeiten berichten. Aus den Stellungnahmen lassen sind dabei vor allem fehlerhafte Kommunikationsprozesse herauslesen. Mal fehlen die Kontoinformationen auf dem Retourenschein, die Verbuchung der Retour erfolgte mit Verzug, das Paket ist nicht angekommen und ist in der Paketnachforschung, es erfolgte keine Meldung über den Retoureneingang,…
Ob es sich für einen Onlineshop lohnt Rechnungskauf über einen Factoring Anbieter anzubieten ist von unterschiedlichen Kriterien abhängig. Zum einen muss die Marge der angebotenen Produktpalette ausreichend sein. Der durchschnittliche Warenkorb muss hoch genug sein, um die Transaktionskosten und der eigenen Kosten abzudecken. Die Bedingungen der Factoring Anbieter müssen erfüllbar sein.
Um die Kosten für den Rechnungskauf zu senken, hat sich bei kleinen Anbietern die Praxis durchgesetzt einen Aufschlag zu berechnen. Wichtig ist bei einer Retour diese Kosten dem Kunden zu ersetzen.
Eine Steigerung der Umsätze kann keiner der Factoring Anbieter Garantieren. Der Kauf auf Rechnung gibt insbesondere neuen Kunden die Sicherheit, dass der Onlineshop seriös ist, was zusätzliche Bestellungen auslösen kann.
Hi,
jedoch ist das ein Dilemma bei der Zahlart Rechnungskauf. Da auch viele Betrüger Kauf auf Rechnung nutzen, wird meines erachtens diese Form des zahlens suksesive ,,aussterben”